Bei den meisten Poker-Varianten werden in mehreren Stufen Karten ausgeteilt und die Spieler wetten darauf, ob die ihnen zur Verfügung stehenden Karten (das „eigene Blatt“, die „eigene Hand„) nach den Austeil- und Wett-Runden (am „Ende der Hand„) stärker sein wird als die Hände der Gegner.
Jeder, der auf seine Hand nicht so viel wetten möchte wie jemand anderes am Tisch, kann seine Karten weglegen („Fold“), muss nichts weiter einzahlen, verliert aber auch jede Chance, den „Pot“ (die in einem Poker-Spiel gewetteten Einsätze) zu gewinnen. „In der nächsten Hand„, nach dem Abschluss des aktuellen Spiels, den Mischen und erneutem Austeilen von Karten kann er dann wieder dabei sein.
„Hand“ nennt man nicht nur ein einzelnes Poker-Spiel (von Mischen bis zum Auszahlen der Gewinne und Einsammeln der Karten):
„Pokerhand“ (oder „Poker-Hand„) wird auch die beste Kombination aus 5 Karten genannt, die ein Pokerspieler mit den ihm zur Verfügung stehenden Karten bilden kann.
Diese „bestmöglichen 5-Karten-Kombinationen“ der einzelnen Spieler entscheiden beim „Showdown“ (dem Zeigen und Vergleichen der Karten nach dem Austeilen und der letzten Wettrunde) darüber, wer von ihnen den Pot gewinnt, falls nicht sowie alle bis auf einen Spieler im Verlauf der Wettrunden ausgestiegen sind.
Die Pokerhände bilden eine Rangfolge: Der Wert von Pokerhänden basiert darauf wie schwer es ist, eine Karten-Kombination der jeweiligen Art zu bekommen. So ist z.B. ein Vierling mehr wert als ein Drilling, weil es schwerer ist, vier gleiche Karten (z.B. vier Damen) zu bekommen, als drei gleiche Karten.
Innerhalb einzelner Arten entscheidet die Höhe der Karten, so sind z.B. zwei Damen mehr wert als zwei Buben.
Wenn mehrere Spieler eine gleich hohe Hand der selben Art haben (z.B. wenn zwei Spieler jeweils zwei Damen haben), dann entscheiden die restlichen (der fünf) Karten ihrer Hände über Sieg oder Niederlage. So gewinnt z.B. ein Spieler mit zwei Damen, 10, 9 und 4 gegen einen Spieler mit zwei Damen, 10, 9, und 3.
Die Reihenfolge bzw. Rangfolge der Karten ist wie üblich (mit fallendem Wert):
A, K, Q (Dame), J (Bube), T (10), 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2
Pik („spades“), Herz („hearts“), Karo („diamonds“) und Kreuz („clubs“) werden beim Pokern „Farben“ genannt. Die vier Farben sind bei der Auswertung von Pokerhänden absolut gleichwertig.
Wenn mehrere Spieler absolut gleichwertige Pokerhände (der gleichen Art und Höhe) haben, dann teilen sie sich ihren Gewinn („Split Pot“).
Die Reihenfolge bzw. Rangfolge der Pokerhände lautet (mit abnehmendem Wert):
- Royal Flush
- Straight Flush (Einfarbige Straße)
- Four Of A Kind (Vierling)
- Full House
- Flush
- Straight (Straße)
- Three Of A Kind (Drilling)
- Two Pair (Zwei Paar)
- One Pair (Ein Paar)
- High Card (Höchste Karte)
In einem bald folgenden Artikel erkläre ich die Bedeutungen und Besonderheiten der einzelnen Pokerhände ausführlich.
Gute Erläuterungen der Pokerhand-Rangfolge findet man auch bei Lern Pokern. Dort gibt es pdf-Dokumente und Grafiken mit der Rangfolge der Pokerhände und konkreten Beispiel-Karten für jede Art von Pokerhand zum Herunterladen und Ausdrucken.